ARMOR - wo das Meer zur Legende wird
An der Küste dirigiert der Ozean die Sinfonie der Farben. Er bricht sich an den rot leuchtenden Klippen, skulptiert die rosa, von Seevögeln bevölkerten Felsen, schmückt den Strand mit feinem Sand oder Kies und provoziert den Himmel, damit immer wieder neue Nuancen entstehen. Bei Ebbe legt er lange Sandstrände frei, ein wahres Paradies für Muschelsammler. Wenn dann die Wassermassen auf die Küste zurollen, stellen sich die farbenprächtigen Fischerboote mutig den Wellen, um dem Ozean seine verborgenen Schätze abzujagen. Hierzulande ist Fischfang nicht nur ein Beruf sondern auch eine fest verwurzelte Kultur
ARGOAT - Im Land der Sagen und Mythen
Grüne Täler, eingebettet zwischen Flüssen und Wäldern, Hügeln, Hecken und Feldern, bestimmen das Landschaftsbild des Argoat. Ob wild oder gezähmt, die Natur ist allgegenwärtig. Majestätische Schlösser, lebendige Städte, Kapellen und mystische Steindenkmäler warten darauf, entdeckt zu werden, während die in den Seen, Flüssen und Wäldern beheimateten Gnome, Elfen und Feen amüsiert dabei zuschauen. Diejenigen, die nicht an Legenden glauben, sollten den Einheimischen beim Erzählen zuhören: ihre natürliche Gastfreundschaft zeugt von der leidenschaftlichen Liebe zu ihrem Land
Hier oben haben ARMOR und ARGOAT einen Bund der Liebe geschlossen. Im Rhythmus der Gezeiten dringt das Meer tief in das Land ein und lassen sie in einer innigen Umarmung miteinander verschmelzen. Ab und zu kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, bevor man sich wieder ewige Treue schwört. Und das Licht, als wolle es ihre leidenschaftliche Beziehung verklären, lässt eindrucksvolle, sich stets wandelnde Landschaften entstehen. Die 350 Kilometer lange vom Ozean skulptierte Küste und die 70 000 Hektar Wald und Wiesen der Côtes d'Armor sind dann unzertrennlich miteinander verbunden. Wie ein offenes Bilderbuch erzählen sie dem intereesierten Besucher von der Schönheit der Jahreszeiten, dem Schauspiel der Natur und der Ursprünglichkeit der Menschen, die leidenschaftlich an ihren Traditionen und Legenden festhalten und sie von Generation zu Generation weitergeben.
Die Côtes d'Armor stellt sich vor
Die Côtes d'Armor beginnt ganz im Osten bei Saint Malo mit der " Côte d'Emeraude ". An dem Küstenstreifen zwischen der Bucht von Lancieux und Sables d'Or, wo das Cap Fréhel und die Festung Fort La Latte das Meer beherrschen, gibt sich die Natur besonders eindrucksvoll und farbenreich. Mal wild, mal gezähmt, Wasser von unergründlichem Grün, blaue Buchten, hohe Klippen aus rosa Sandstein, das gelb und blaßlila leuchtende Mosaik der Heidelandschaften und goldgelbe Dünen wecken die Sinne und haben Maler und Poeten aller Zeiten inspieriert.
Nach Westen erstreckt sich die " Côte de Penthièvre ". Es war im Mittelalter das Lehensgebiet des Grafen von Penthièvre und reichte von der Heidelandschaft bei Erquy bis zur Bucht von Saint-Brieuc. Nach dem Cap Erquy zeigt sich das Meer von einer anderen, wohlwollenden, fast zahmen Seite. Von Oktober bis April gehen die Fischer in der Bucht auf Jakobsmuschelfang, während der Spaziergänger die einzigartigen Ausblicke auf das Meer genießt; die früheren Zöllnerpfade, die auf rund 1700 Kilometern die bretonische Küste säumen, eignen sich hierfür ganz hervorragend.
Und dazwischen, in der Bucht von Saint-Brieuc, liegt PLENEUF / VAL-ANDRE, der Badeort aus der Jahrhundertwende mit seinen langen Sandstränden, seinem typischen Fischerei- und Yachthafen DAHOUET, inmitten einer unverfälschten Naturlandschaft.
Seinen Ruf verdankt der Ort seiner einmaligen Lage an der Pléneuf-Landzunge, die weit ins Meer hinausreicht und dort das Vogelschutzgebiet "Le Verdelet" beheimatet.
Der bekannte "Segelsportort" bietet jede Art von Freizeiteinrichtungen. Unter anderem einen 18-Loch-Golfplatz, Tennisplätze, Hallenbad, Kasino.
Reiten, Angeln, Strand- und Segelsport, Wandern, Vogelkunde, und, und, und..., lassen keine Langeweile aufkommen.
Die Bucht von Saint-Brieuc: Wenn sich die Gezeiten zu kräftigen Springtiden verstärken, zieht sich das Meer über 7 Kilometer weit zurück und gibt seine vielfältigen Reichtümer frei: Miesmuscheln, Grünkrabben, Strandschnecken bevölkern dann zusammen mit den siebzig anderen Muschelarten und einer Vielzahl mikroskopischer Organismen diese weiten friedlichen Flächen im Wechsel von Sonne und Wolken. Die unter Naturschutz stehende, nahrungsspendende Bucht ist auch die Heimat zahlreicher Wasservögel: Wildgänse, Enten, Brachvögel... Im Winter bietet ihr unaufhörliches, von Schreien untermaltes Ballet ein einmaliges Spektakel.
La Côte du Goelo: Ob malerisch zwischen den Felsen eingebettet oder stolz zum Ozean hinblickend, die Häfen der Goelo-Küste fügen sich harmonsich in das von feinsandigen Stränden und hohen Klippen geprägte Landschaftsbild ein. Ein herrlicher Blick auf die Insel Bréhat, die ihren Beinamne "Insel der Blumen" zu Recht trägt, und das ihr vorgelagerte Archipel bietet sich von hier aus.
La Côte de Granit Rose: "Umgedrehter Holzschuh, Schildkröte, Würfel, Korkenzieher, Napoleonshut...", zwischen Perros-Guirec und Trébeurden haben Wind und Wellen die Felsen unermüdlich skulptiert und bizarre Formen mit phantasievollen Namen entstehen lassen. Der kupferrot schimmernde Granit, die lebhaften Farben der Heide und das tiefe Blau des Meeres bilden ein außergewöhnliches Ensemble. Am spektakulärsten ist das Schauspiel der riesigen Felsblöcke zweifellos in Ploumanac'h.
Argoat und Trégor: Als Bindeglied zwischen Armor und Argoat trägt das Flüßchen Trieux seinen Namen zu Recht... Treizour auf bretonisch (von trez = Passage und dour = Wasser). Er führt seine Verehrer in das Argoat, wo die meisten bretonischen Flüsse und Bäche entspringen. "Saint-Péver, Saint-Fiacre, Saint-Gildas", die bretonischen heiligen sind hier allgegenwärtig, mysteriöse Statuen aus Stein und aus Holz wachen über die Kapellen und Dörfer dieses fesselnden Landes
Guerlédan und Umgebung: Der im Herzen der Bretagne gelegene See von Guerlédan, rund eine Stunde von der Küste entfernt, lädt zu beschaulichen Spaziergängen ein. Die weite Wasserfläche erstreckt sich auf 12 Kilometer Länge und ist über den Nantes-Brest-Kanal mit dem See "Le Korong" verbunden. Heidebewachsene Hügel, Schluchten, Wälder und Torfmoore lassen ein vielgestaltiges, an Überraschungen reiches Landschaftsbild entstehen.
Loudéac und die Hügellandschaft Mené: Das Herz der Bretagne enthüllt sich denjenigen, die zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sind: auf dem Rücken eines Pferdes im Wald von Loudéac, bei einer Kanufahrt auf dem Lié, am Ufer des forellenreichen Oust, in den schmalen Gassen von Moncontour, wo das Mittelalter wieder auflebt, bei einem besinnlichen Besuch im Kloster Boquen, bei der Einkehr in einer Kirche, wo sieben wundertätige Heilige über uns wachen, beim Lauschen einer Geschichte in Gallo, der Landessprache.
Dinan und Umgebung: Von hohen Festungsmauern umgeben, überragt die Stadt ihren malerischen Hafen an der Rance, von wo aus früher die Segelschiffe Leinen nach Saint-Malo transportierten. Es fällt schwer, dem mittelalterlichen Reiz von Dinan zu widerstehen. Doch auch die Umgebung mit ihrer recht bewegten Vergangenheit - die Spuren sind allgegenwärtig - lädt zu einem ausführlichen Besuch ein.